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Abstriche bei Leistungen




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Abstriche bei Leistungen

Beitragvon Michael » 12.04.2010, 00:43

Bin erst seit knapp einem Jahr wegen meinem Beruf privat krankenversichert. In dieser Zeit haben sich einige Rezepte angesammelt, welche bei meiner Versicherung zur Begleichung alle zusammen eingereicht habe. Jetzt bekomm ich einen Fragebogen von denen, den ich von meinem Arzt ausfüllen lassen soll. Er soll unter anderem Angaben zu einer Salbe machen, welche er mir vor einigen Monaten gegen Akne verschrieben hat. Die kommt bei mir nur ab und an mal. Also ich kann mich nicht daran erinnern, das damals mein Versicherungsberater mich nach solch einer Krankheit gefragt hat, noch ob diesbezüglich etwas bei der Antragsstellung mit im Antragsformular aufgenommen oder erwähnt wurde. Ich find aber auch nicht mehr meine Durchschrift vom Antrag. Was wenn wirklich was im Antrag von der Krankheit steht? Ist das ein Kündigungsgrund seitens der Versicherung? Kann ich ne Kopie des Antrages von meiner Versicherung noch anfordern? Und bekomm ich jetzt jedes Mal, wenn ich Rezepte oder Rechnungen einreiche ein Formular, was mein Arzt ausfüllen muß?
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Re: Abstriche bei Leistungen

Beitragvon Christine » 12.04.2010, 01:16

Also, wenn du wirklich die Durchschrift des Antragsformulars oder die Police nicht mehr findest kannst du jederzeit eine Kopie bei der Versicherung anfordern. Die Durchschrift vom Antrag ist eigentlich wichtig, da es schon Fälle gegeben hat, wo der Vertreter die Anträge im Nachhinein geändert hat.
Die Akne als Krankheit tritt nicht plötzlich auf und geht dann nach ein paar Tagen wieder. Ich denke das will die Versicherung abgeklärt wissen. Je nach dem was dein Arzt dazu sagt und es eine Krankheit sein sollte, kann alles passieren, vom Rücktritt bis hin zum nachträglichen Ausschluß. Die Krankheit Akne muß als Hauterkrankung im Antrag festgehalten werden.
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Re: Abstriche bei Leistungen

Beitragvon Sanne » 12.04.2010, 01:23

Hm, das hört sich ja nicht so gut an. Also, wenn es wirklich dumm laufen sollte, dann könnte ein Rücktritt seitens der Versicherung anstehen. Wenn es dann ganz knüppeldick kommt, dann hast du gegen den §16 Anzeigpflichtverletzung verstoßen und wenn dir deine Versicherung dann aus diesem Grunde kündigt, dann nimmt dich dann keine andere private Krankenversicherung mehr auf. Die sprechen sich nämlich untereinander ab. Die alte ist froh, wenn sie dich los hat, damit sie nicht für dich aufkommen müssen mit dieser Krankheit. Dagegen zu klagen bringt dann auch nichts, weil es juristisch gesehen sinnlos ist.
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Re: Abstriche bei Leistungen

Beitragvon Lars » 12.04.2010, 01:30

Hast du denn vielleicht noch irgendwo das Beratungsprotokoll von deinem Versicherungsvertreter? Vielleicht steht ja da schon was drin, ob deine Akne als Krankheit aufgeführt ist oder nicht. Ein Beratungsprotokoll müssen die Vertreter ja alle schreiben und die Kopie davon aushändigen. Das ist sogar Pflicht, ansonsten kannste den Vertreter in Regress nehmen.
Wie sah es denn bei deiner Versicherung aus, die du vorher hattest? War da die Akne aufgeführt und mit versichert? Oder ist die Akne erst im Laufe der neuen Versicherungslaufzeit ausgebrochen? OK, das kann ja dann dein Arzt denen bescheinigen.
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Re: Abstriche bei Leistungen

Beitragvon Michaela » 12.04.2010, 01:35

Meinem Vorredner muß ich teilweise widersprechen. Das Beratungsprotokoll sagt gar nichts über Erkrankungen aus. Es wird nur der Inhalt des Gespräches festgehalten, also worüber du und dein Vertreter gesprochen habt. Korrekt ausgefüllt hat der Berater dieses Beratungsformular schon in dem Moment, wo er darein schreibt: Beratung über eine private Krankenversicherung. Die Fragen nach der Gesundheit müssen im Antragformular beantwortet werden und da bist du als Antragsteller verantwortlich für die korrekten Angaben und Beantwortungen. Frag doch mal deinen Versicherungsvertreter, ob er noch ne Kopie vom Antrag hat.
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Re: Abstriche bei Leistungen

Beitragvon Frank » 12.04.2010, 01:44

Maßgebend ist das, was im Antrag steht. Der Antragsteller muß die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten. Jetzt liegt alles daran was der Arzt sagt und was dann die Versicherung daraus macht. Entweder die Versicherung erklärt den Vertrag für nichtig ab dem Laufzeitbeginn, und die ganzen monatlichen Beiträge werden zurück erstattet, so sollte es sein, oder die Akne wird ausgeschlossen. Sämtliche entstehende Kosten die in Verbindung mit der Akne stehen, müssen dann selbst übernommen werden.
Tipps vom Fachmann Euer Frank
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