Ärger mit laufendem BU Vertrag (Vergleich im Gespräch)


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Ärger mit laufendem BU Vertrag (Vergleich im Gespräch)

Beitragvon chaoscharly » 09.09.2011, 12:04

Hallo Zusammen,

ich habe mich hier heute angemeldet da ich Rat bezüglich meiner BU Versicherung brauche.
Vor ca 8 Jahren habe ich meine BU abgeschlossen, anfangs mit 500€ Rente und vor einigen Jahren haben wir die Summe auf 1000€ aufgestockt. Letztes Jahr bin ich 7 Monate Krankheitsbedingt (BurnOut) ausgefallen und habe hierfür eine Leistungsprüfung angefordert. Zwischenzeitlich bin ich aber wieder zurück im Beruf.
Nach vielen Wochen kam die Antwort der Versicherung, den genauen Wortlaut habe ich jetzt leider aber nicht parat.
Die Versicherung fechtet den Vertrag rückwirkend an und wirft mir arglistige Täuschung vor.
Während der Leistungsprüfung hätte sich für die Versicherung ergeben das ich 2 Vorerkrankungen nicht angegeben hätte mit dem Hintergrund einen Versicherungsabschluss zu begünstigen.

Als Vorerkrankungen wurden Tinitus und Rückenbeschwerden benannt. Es ist richtig das ich vor dem BU Abschluss in Behandlung war, aber für mich nicht als Relevant galt. In meinen Augen ist die Krankheit Tinitus ein bleibender Schaden, sprich permanentes Pfeifen im Ohr was für mich nicht zugetroffen hatte. Mein Pfeiffen damals war auf 3 Tage beschränkt, ohne weitere Wiederholungen. Auch eine Schädigung wurde in späteren Untersuchungen bei Hörtests nicht festgestellt. Somit war für mich klar das dies KEINE Erkrankung war.

Ziemlich das selbe mit dem Rücken. Ich hatte mich irgendwann in der Vergangenheit im Rücken verrissen, ich konnte nicht mehr Aufrecht gehen, nichts heben usw wie das halt so ist bei Rückenschmerzen. Aber auch dies war nach wenigen Tagen vorbei und blieb ohne weitere Einschränkungen.

Für mich waren beide Vorfälle vergleichbar mit "ich hab ne Erkältung", "ich hab mir in den Finger geschnitten" usw.. Alles nichts was bleibende Schäden hinterlassen hatte. Von arglist absolut keine Spur.

Nach vielem Hin und Her ist der aktuelle Stand wie folgt. Es gab viele Gespräche, auch persönliche, und ettliche Briefe
Die Versicherung zieht die Anfechtung zurück besteht aber auf Änderungen des Vertragswerkes.

Hier ist jetzt der Punkt an dem ich mir Rat aus dem Forum erhoffe...
Es gibt 3 verschiedene Varianten für die Fortsetzung des Vertrages und hätte gerne euren Rat gewußt welche Variante Ihr wählen würdet.

Ursprünglicher Vertag
Monatliche "Rente": 1000€
Ausschluß : Nichts
Mindest erforderliche Krankheitsprognose: 6 Monate


Alternative A
Monatliche "Rente": 1000€
Ausschluß : Tinitus und Rücken
Mindest erforderliche Krankheitsprognose: 6 Monate

Alternative B
Monatliche "Rente": 750€ (Reduziert von 1000)
Ausschluß : wird ohne Ausschluß weitergeführt
Mindest erforderliche Krankheitsprognose: 6 Monate

Alternative c
Monatliche "Rente": 1000€
Ausschluß : wird ohne Ausschluß weitergeführt
Mindest erforderliche Krankheitsprognose: 6 Monate
Karenzzeit von 12 Monaten auf jede neue Erkrankung (Anspruch auf Leistungsbezug geginnt immer erst ab dem 13.ten Monat)

Ich habe mir auch bereits viele Gedanken gemacht und viele Rechnungen angestellt. ZB:

Wäre ich mit dem Ursprünglichen Vertrag 10 Jahre lang BU würde die Versicherung 120.000€ ausbezahlen, ohne wenn und aber.

Variante A 120.000 Euro wenn die BU nicht aufgrund von Tinitus oder Rücken ist, ansonsten Pech für mich
Variante B 90.000 Euro aufgrund der geringeren Versicherungsleistung
Variante C 108.000 Euro aufgrund der 12 Monatigen Karenzzeit.

Ich möchte das ganze aber nicht nur auf die 10 Jahre (Langzeit BU) sehen, geht man von einer "kurzzeitigen" Erkankung ab 6 Monaten aus, was immer sein kann, zb nochmals wegen Burnout, oder einen Unfall mit Reha oder ähnlichem dann müssten Varianten A+B zahlungen tätigen, Varante C nicht. Anders gesagt, Variante C würde mich bis 48 Monate gegenüber von Variante A+B in der Leistungshöhe deutlich benachteiligen. Während ich bei einem 12 Monatigen ausfall bei
A 12.000 €
B 9.000 €
bekomme, zahlt Variante C keinen Cent. Hier gibt es erst 1000€ ab dem 13ten Monat.
Und erst ab dem 49igsten Monat würde ich mit Variante C besser fahren als mit B. Da kippt dann das Verhältniss.

Variante A halte ich für am wenigsten Interessant, es ist weiterhin so das ich mit Tinitus keine Probleme habe, aber der Rücken hat sich die letzten Jahre hinweg deutlich verschlechtert und inzwischen wurde auch festgestellt das ich sehr wahrscheinlich später einmal starke Probleme mit den Bandscheiben bekommen würde.

Vielen Dank das Ihr solange bis zum Ende durchgehalten habt :)

Welche der beiden Varianten würdet Ihr empfehlen? Bitte mit Begründung damit ich das berücksichtigen kann.

Danke Alex
chaoscharly
Unterversichert ;-)
 


Beitragvon VMD Bochum » 10.09.2011, 12:09

Ich habe ja schon bereits im Versicherungstalk geantwortet ;)
VMD Bochum
Moderat Versichert ;-)
 

Beitragvon MaennieD » 16.09.2011, 14:23

Hallo Alex, hallo VMD,

na ja schade, dass die Antwort hier nicht gepostet wurde. Habe jetzt auch keine Lust, im Versicherungstalk nachzusehen. Auf jeden Fall muss ich als Versicherungskunde sagen, dass mir davor graut, mal irgendwann meine BU-Versicherung zu beötigen, denn für mich bestätigt deine Geschichte mal wieder, dass die Unternehmen immer wieder alles daran setzen, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachzukommen. Vermutlich wird einem sonst als Vorerkrankung für einen schweren Herzfehler tatsächlich noch jede Erkältung untergeschoben. Ich finde das schon sehr ärgerlich und wüsste übrigens gerne, um welche Versicherer es sich da bei dir handelt. Dann weiß man schon mal, dass man bei diesem Unternehmen sehr vorsichtig sein muss. Die Beiträge zu den BU-Versicherungen sind nicht niedrig und dann ist es umso ärgerlicher, wenn diese dann den Versicherungsfall nicht anerkennen wollen.

Gruß

MaennieD
MaennieD
Moderat Versichert ;-)
 

Beitragvon VMD Bochum » 18.09.2011, 17:11

Hier: Links sind nur für registrierte User sichtbar. wird das Thema recht gut "diskutiert"
VMD Bochum
Moderat Versichert ;-)
 

 


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