Berufsangabe vor Versicherungsabschluss strittig




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Berufsangabe vor Versicherungsabschluss strittig

Beitragvon hermann10 » 13.08.2017, 19:00

Berufsunfähigkeitsversicherung
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Hallo in die Runde,
mein Sohn möchte eine BU-Versicherung abschliessen, Er ist im VW-Werk Kassel als Schichtarbeiter am Fließband fest eingestellt,
er hat zwei Angebote eingeholt von 2 unabhängigen Maklern,
beide bieten die gleiche Versicherung an,
-doch während der erste als Beruf Bandarbeiter angegeben hat, gibt der zweite als Beruf Angestellter an,
-das ergibt exorbitante Unterschiede bei der Beitragshöhe,
ersterer fordert 130 € mtl,während der zweite lediglich 75 € mtl. fordert

- der zweite verteidigt sein Angebot mit "veränderten Bedingungen des Versicherers"
-der erste spricht bereits von Betrugsversuch


-Was tun ?
hermann10
Unterversichert ;-)
 

Re: Berufsangabe vor Versicherungsabschluss strittig

Beitragvon hermann10 » 14.08.2017, 05:07

-der zweite Kollege wird Mittwoch zu einem 2. Besuch erscheinen
-Er wolle das Berufsumfeld noch mal eruieren, fernmündlich hat Er meinem Sohn mitgeteilt, das mit der Bandarbeit sei mittlerweile anders zu taxieren als noch vor Jahren....
-wie kommt mein Sohn auf die sichere Seite...mir schwebt vor,das der Kollege von der Versicherungsgesellschaft eine schriftliche
Zusage vorlegt...
hinzu kommt noch,das mein Sohn innerbetrieblich in den Logistikbereich wechseln möchte, da war Er schon mal 6 Monate tätig, das scheint wesentlich weniger stressig zu sein... das könnte schon eine wesentlich günstigere Tarifeinstufung bedeuten,
-vielleicht wäre es sinnvoll, das ganze eh bis zur innerbetrieblichen Klärung zurückzustellen ?
-Natürlich werden wir den Makler befragen ,ob ein Wechsel in den Logistikbereich sich günstig auf den Tarif auswirkt..
-Generell vertritt mein Sohn aber die Auffassung das 130 € für 1000 € BU mtl. zu teuer sei, das wird Er nicht machen...
hermann10
Unterversichert ;-)
 

Re: Berufsangabe vor Versicherungsabschluss strittig

Beitragvon VMHB » 14.08.2017, 08:46

Hallo !

Ich versuche, das so gut es geht zu beantworten , auch wenn ich bei den jeweiligen Gesprächen nicht anwesend war , die individuellen Vorschläge nicht kenne und somit vorsichtig mit den Worten "Betrug" etc. umgehe....


beide bieten die gleiche Versicherung an,

-doch während der erste als Beruf Bandarbeiter angegeben hat, gibt der zweite als Beruf Angestellter an,

Das erscheint mir aus der Ferne mindestens fragwürdig , zumal kaum ein Versicherer in seinen Angebotsprogrammen
noch den reinen Angestellten vorhält , sondern immer spezifizierte Angaben zu Ausbildung , Anteil der körperlichen Tätigkeit, Personalverantwortung etc. nötig sind. Auch ein Raucher / Nichtraucher-Status wird oftmals abgefragt ( nicht immer )

-das ergibt exorbitante Unterschiede bei der Beitragshöhe,
ersterer fordert 130 € mtl,während der zweite lediglich 75 € mtl. fordert

was jetzt grundsätzlich erst einmal "normal" wäre aufgrund der Berufsangabe . Entscheidend ist in ihrem Fall auch , welchen Ausbildungsabschluss ihr Sohn hat.

- der zweite verteidigt sein Angebot mit "veränderten Bedingungen des Versicherers"

Also wenn tatsächlich genau diese Begründung fiel , so ist das Unsinn. Es geht , wenn , nicht um Bedingungen , sondern um eine Annahmepolitik der Gesellschaften , die für verschiedene Berufsgruppen eben auch unterschiedlich sein kann .
Das entfällt hier aber , da es sich um die gleiche Gesellschaft handelt.

- wie kommt mein Sohn auf die sichere Seite...mir schwebt vor,das der Kollege von der Versicherungsgesellschaft eine schriftliche Zusage vorlegt...

Durch eine exakte Angabe der momentan ausgeübten Tätigkeit sowie die exakte Beantwortung aller im Antrag gestellten Fragen..ausnahmslos..


-vielleicht wäre es sinnvoll, das ganze eh bis zur innerbetrieblichen Klärung zurückzustellen ?

In meinen Augen nicht unbedingt, da das Risiko ja unversichert bleibt und z.B. jede neu hinzukommende gesundheitliche
Beeinträchtigung sich nachteilig auswirken kann.


-Natürlich werden wir den Makler befragen ,ob ein Wechsel in den Logistikbereich sich günstig auf den Tarif auswirkt..

Je nach ausgeübter Tätigkeit kann das sein...aber diese Anfrage in Verbindung mit der Absicht , neu eingestuft zu werden , muss ihr Sohn selber ausführen. Und die neue Tätigkeit muss auf Dauer ausgelegt sein , ansonsten wird sich kaum ein Versicherer darauf einlassen . Und erschwerend kommt hinzu , dass nicht jeder Anbieter automatisch umstellen würde , sondern einen Neuvertrag ( dann wieder mit neuer Gesundheitsprüfung , neuem Eintrittsalter ) "wünscht".


Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jeglichen Anspruch auf Richtigkeit!
VMHB
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Re: Berufsangabe vor Versicherungsabschluss strittig

Beitragvon hermann10 » 14.08.2017, 10:30

-Danke @ VMHB
-Ich vermute mal,der Kollege wird nicht anders verfahren können, bei der ausgeübten Tätigkeit (Beruf) Bandarbeiter einzutragen

Zitat
>> sondern immer spezifizierte Angaben zu Ausbildung , Anteil der körperlichen Tätigkeit, Personalverantwortung etc. nötig sind. Auch ein Raucher / Nichtraucher-Status wird oftmals abgefragt ( nicht immer )<<

-da Anteil der körperlichen Arbeit meines Erachtens = 100% ist, Personalverantwortung = o% sollte wohl Bandarbeiter eingetragen werden, darauf sollte mein Sohn bestehen
-die Entscheidung ob Logistik klärt sich in einem Gespräch mit dem Betriebsrat dieser Tage, gleichwohlwerde ich meinen Sohn darauf hinweisen das die Umorientierung dauerhaft sein müßte,
P.S.
-Berufsabschluß Automechatroniker dürfte wohl schon abgefragt worden sein..
hermann10
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Re: Berufsangabe vor Versicherungsabschluss strittig

Beitragvon Siegfried » 21.08.2017, 13:16

Hallo hermann10,

ich fasse mich ganz kurz und will dir nur einen Rat geben.Bevor dein Sohn irgendeine Police für eine Berufsunfähigkeitsversicherung unterzeichnet ist folgendes zu tun.

1) Holt euch hier Rat bei einem absoluten Spezialisten der sich mit Berufsunfähigkeitsversicherungen bestens auskennt.Im Leistungsfall eine BU-Rente zu erlangen ist kein Sparziergang.

2) Holt euch von der Krankenkasse deines Sohnes einen Auszug seiner Krankheiten die letzten 10Jahre und schickt diese Aufstellung dem Versicherer bei dem ihr eine Berufsunfähigkeit abschließen wollt.Die Versicherungsvertreter sehen davon immer ab,weil ihnen dadurch dann einige Verträge durch die Lappen gehen,weil der Versicherer danach keine Police mehr zur Verfügung stellt,wenn er die Krankenakte der letzten 10 Jahre vor sich hat.Der Versicherer soll entscheiden auf Grundlage der Akte ob und mit welchen Ausschlüssen er eine Police auslaufen lässt.
Das sind zwei ganz wichtige Faktoren die muss man beherzigen,ansonsten kann es im Leistungsfall ein böses Erwachen geben und der Leidensweg nimmt seinen Lauf.

Beste Grüße
Siegfried
Siegfried
Moderat Versichert ;-)