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BU mit Einschränkung?




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BU mit Einschränkung?

Beitragvon Glühlampe » 23.07.2018, 21:48

Guten Abend,

es wäre toll, wenn mir jemand mit zwei Fragen zur BU helfen könnte. Ich habe bereits viel im Internet recherchiert aber es gibt so viele unterschiedliche Aussagen, dass ich mich verwirrter als vorher fühle.

1) Ich habe gelesen, dass man 75% des Nettoeinkommens versichern soll, was etwa 2700 Euro wären. Ist das sinnvoll oder sind 2000 oder 2500 Euro auch ausreichend? Nachträglich aufstocken könnte ich das ganze nicht, da ich Krankheitsbedingte Einschränkungen der BU hätte. Der Makler sagt aber das macht nichts da durch die Dynamik ja eine Steigung dabei ist. 

2) Mir wurde in der Risikovoranfrage eine Ausschlussklausel mitgeteilt und zwar "Cephalgien einschließlich Migräne mit Aura, sowie daraus resultierende psychische und psychosomatische Erkrankungen, sowie alle Folgeerkrankungen"

Nun frage ich mich ob es damit überhaupt Sinn macht die BU abzuschließen oder der Versicherer sich bei allen psychischen Erkrankungen herausreden kann. Ist das so eine gängige Formulierung oder ist es so weit gefasst, da ich wegen Kopfschmerzen ohne gesicherte Diagnose nur mit Verdacht auf Migräne behandelt wurde. Könnte ich wenn ich z.B. ein Gutachten beibringe, dass bei mir keine psychische Ursache vorliegt und z.B. Migräne als Diagnose gesichert wird nur Migräne ausschließen lassen ohne diesen Zusatz "sowie daraus resultierenden psychischen..." oder wird das bei jedem Ausschluss so formuliert?

Ich fürchte falls ich das Pech habe irgendwann depressiv zu werden, werden sie wahrscheinlich nicht zahlen sondern behaupten es ist eine resultierende Erkrankung, oder? Oder muss man da keine Sorgen haben?

Vielen Dank für alle Antworten und Hilfe und viele Grüße!
Glühlampe
Unterversichert ;-)
 

Re: BU mit Einschränkung?

Beitragvon VMHB » 24.07.2018, 10:20

Hallo...

Glühlampe hat geschrieben:Guten Abend,

es wäre toll, wenn mir jemand mit zwei Fragen zur BU helfen könnte. Ich habe bereits viel im Internet recherchiert aber es gibt so viele unterschiedliche Aussagen, dass ich mich verwirrter als vorher fühle.
Das glaube ich Ihnen und ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: BU ist nichts fürs Selbststudium. Das Netz ist voll mit unqualifizierten Aussagen.

1) Ich habe gelesen, dass man 75% des Nettoeinkommens versichern soll, was etwa 2700 Euro wären. Ist das sinnvoll oder sind 2000 oder 2500 Euro auch ausreichend? Nachträglich aufstocken könnte ich das ganze nicht, da ich Krankheitsbedingte Einschränkungen der BU hätte.
Das verstehe ich nicht...ist die Nachversicherungsgarantie ausgeschlossen ? Oder hat der Vermittler das gesagt?

Der Makler sagt aber das macht nichts da durch die Dynamik ja eine Steigung dabei ist. 

Vermittler sagen viel, wenn der Tag lang ist und ein Abschluss winkt...

2) Mir wurde in der Risikovoranfrage eine Ausschlussklausel mitgeteilt und zwar "Cephalgien einschließlich Migräne mit Aura, sowie daraus resultierende psychische und psychosomatische Erkrankungen, sowie alle Folgeerkrankungen"

Nun frage ich mich ob es damit überhaupt Sinn macht die BU abzuschließen oder der Versicherer sich bei allen psychischen Erkrankungen herausreden kann. Ist das so eine gängige Formulierung

Die Formulierung ist jedenfalls nicht besonders vorteilhaft...ich mache mir weniger Sorgen um die Psyche, sondern um die Psychosomatik...


oder ist es so weit gefasst, da ich wegen Kopfschmerzen ohne gesicherte Diagnose nur mit Verdacht auf Migräne behandelt wurde. Könnte ich wenn ich z.B. ein Gutachten beibringe, dass bei mir keine psychische Ursache vorliegt und z.B. Migräne als Diagnose gesichert wird nur Migräne ausschließen lassen ohne diesen Zusatz "sowie daraus resultierenden psychischen..." oder wird das bei jedem Ausschluss so formuliert?

Ich fürchte falls ich das Pech habe irgendwann depressiv zu werden, werden sie wahrscheinlich nicht zahlen sondern behaupten es ist eine resultierende Erkrankung, oder? Oder muss man da keine Sorgen haben? Das ganze ist jedenfalls im Bereich des möglichen

Vielen Dank für alle Antworten in diesem Fall: PN und Hilfe und viele Grüße!


Grüße
versali.de




Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails sind ohne jeglichen Anspruch auf Richtigkeit.
VMHB
Überversichert ;-)
 

Re: BU mit Einschränkung?

Beitragvon Glühlampe » 24.07.2018, 21:35

Vielen Dank auch für die PN. Das klingt sinnvoll und ich werde darüber nachdenken!
Glühlampe
Unterversichert ;-)
 

Re: BU mit Einschränkung?

Beitragvon Siegfried » 09.08.2018, 20:46

Hallo,

jetzt melde ich mich auch zu Wort weil ich mit diesen heiklen BU-Renten alles durch gemacht habe was man sich nur vorstellen kann.Ein reiner Horror.Ich fasse mich ganz kurz !
1) Der Makler sagt aber das macht nichts da durch die Dynamik ja eine Steigung dabei ist.
Das ist so nicht richtig ! Es kommt nämlich darauf an,welche Dynamik Sie in Ihrem Vertrag abschließen.Beitragsdynamik oder Leistungsdynamik.Das sind zwei völlig andere Schuhe.Dynamik ist nicht gleich Dynamik.Typisch Makler !
2) Ich gebe Ihnen jetzt einen Tip den Sie unbedingt folgen sollten.Gehen Sie zu Ihrer Krankenkasse und lassen Sie sich ihre Krankenakte der letzten 10 Jahre ausdrucken,die GKK haben alles abgespeichert,wann,wegen was,Sie beim Arzt oder Krankenhaus waren.Diese Krankenakte knallen Sie dem Versicherer hin und dieser soll nun entscheiden ob und wie er Sie versichert.Dann gibt es im Schadensfall nämlich kein Hick Hack mehr und Ihnen werden Vertragsverletzungen ans Bein gepinkelt.Glauben Sie mir,das ist so wichtig,nur wer weiß das.Der Makler sagt es nicht,weil ihm dadurch viele Verträge durch die Lappen gehen,weil der Versicherer nach Einsicht der Krankenakte keinen Schutz zur Verfügung stellt,und wenn doch,dann mit solchen Einschränkungen,das es nichts bringt.
Beste Grüße
Sigi
Siegfried
Moderat Versichert ;-)
 

Re: BU mit Einschränkung?

Beitragvon Glühlampe » 09.08.2018, 23:38

Vielen lieben Dank Sigi! Ich denke ich werde es tatsächlich so machen und einfach alles einreichen was die Krankenkasse kodiert hat. Besser als jahrelang umsonst zu zahlen.
Glühlampe
Unterversichert ;-)
 

Re: BU mit Einschränkung?

Beitragvon Siegfried » 10.08.2018, 11:14

Hallo Glühlampe,

glaub mir das ist das wichtigste was du bei Abschluß einer BU-Police zu machen hast.Keiner weiß,was der Arzt oder Krankenhaus rein geschrieben hat.Im Schadensfall kann es dir den Schutz kosten.Wie ich meine BU-Rente beantragt hatte,war das erste Schreiben der Versicherung sie wollen von der Krankenkasse genau diese Krankenakte haben,bevor wird der Antrag nicht bearbeitet.Glaub mir,ich weiß von was ich rede. 3Jahre hat es gedauert bis meine BU-Rente durch Gerichtsurteil durch war.Streß pur ! Glühlampe und gleich einen Rechtschutz mit dazu abschließen.Ein Rechtsstreit ist teuer,ohne Rechtsschutz geht einem die Luft aus,was dem Versicherer nicht passiert. :cry:
Lg
Sigi
Siegfried
Moderat Versichert ;-)
 

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