Erdrutsch / Erdsenkung


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Erdrutsch / Erdsenkung

Beitragvon PeterPan » 19.05.2011, 13:55

Hallo liebes Forum,

gerne möchte ich hier ein paar Informationen und Meinungen einholen. :)
Folgender Sachverhalt:
Seit Längerem haben wir kleine Probleme mit unserer Außenterrasse: lockere Fliesen und kleine Risse an der angrenzenden Hauswand. Da die Terrasse eine und die angrenzende Wand zu einem Anbau (1995) gehören, der von dem Vorbesitzer großteils in Selbstarbeit gebaut wurde, dachten wir, dass die Probleme auf mangelhafte Arbeit zurückzuführen sind.
Seit diesem Frühjahr hat sich die Terrasse jedoch um fast 10 Zentimeter gesenkt und es sind große Risse in der Hauswand entstanden. Ebenfalls erschienen dieses Frühjahr zwei Herren eines Ingenieurbüros in unserem Garten und begannen Vermessungen durchzuführen. Der Grund ist ein alter Bergbauschacht von 1873.
1982 wurden an dem Schacht Probebohrungen durchgeführt, um zu testen, ob der Schacht richtig verfüllt sei. Das Ergebnis war positiv.
Der Bergbauschacht senkt sich aber jetzt durch den Anstieg des Grundwassers in unserer Gegend und mit ihm unsere Außenterrasse und ein Stück unseres Wohnzimmers.

Die Bergbaugesellschaft, die den Schacht gegraben hat, existiert nicht mehr.
Die Bergbaugesellschaft, die für den Anstieg des Grundwasserspiegels verantwortlich ist, soll angeblich nicht haftbar gemacht werden können.


Wir sind nicht die Grundstückseigentümer, der Verpächter ist die Kirche.
Wir sind Pächter und uns gehört nur das Haus auf dem Grundstück. Ist es deshalb ein Problem der Kirche?

Greift hier die Elementarschädenversicherung oder eine andere Versicherung?

Vielen Dank! :)
PeterPan
Unterversichert ;-)
 


Beitragvon Phantom » 19.05.2011, 14:22

PeterPan hat geschrieben:Hallo liebes Forum,

gerne möchte ich hier ein paar Informationen und Meinungen einholen. :)
Folgender Sachverhalt:
Seit Längerem haben wir kleine Probleme mit unserer Außenterrasse: lockere Fliesen und kleine Risse an der angrenzenden Hauswand. Da die Terrasse eine und die angrenzende Wand zu einem Anbau (1995) gehören, der von dem Vorbesitzer großteils in Selbstarbeit gebaut wurde, dachten wir, dass die Probleme auf mangelhafte Arbeit zurückzuführen sind.
Seit diesem Frühjahr hat sich die Terrasse jedoch um fast 10 Zentimeter gesenkt und es sind große Risse in der Hauswand entstanden. Ebenfalls erschienen dieses Frühjahr zwei Herren eines Ingenieurbüros in unserem Garten und begannen Vermessungen durchzuführen. Der Grund ist ein alter Bergbauschacht von 1873.
1982 wurden an dem Schacht Probebohrungen durchgeführt, um zu testen, ob der Schacht richtig verfüllt sei. Das Ergebnis war positiv.
Der Bergbauschacht senkt sich aber jetzt durch den Anstieg des Grundwassers in unserer Gegend und mit ihm unsere Außenterrasse und ein Stück unseres Wohnzimmers.

Die Bergbaugesellschaft, die den Schacht gegraben hat, existiert nicht mehr.
Die Bergbaugesellschaft, die für den Anstieg des Grundwasserspiegels verantwortlich ist, soll angeblich nicht haftbar gemacht werden können.


Wir sind nicht die Grundstückseigentümer, der Verpächter ist die Kirche.
Wir sind Pächter und uns gehört nur das Haus auf dem Grundstück. Ist es deshalb ein Problem der Kirche?

Nein, denn der Kirche gehört ja nur das Grundstück und nicht das Gebäude.
Ich vermute, dass es sich hier um ein Erbpachtgrundstück handelt.
Greift hier die Elementarschädenversicherung oder eine andere Versicherung?

Hier würde nur die Wohngebäudeversicherung greifen, wenn Erdrutsch mitversichert ist.
Am besten die Versicherung anrufen.


Vielen Dank! :)
Phantom
Gut Versichert ;-)
 

Beitragvon P.C. » 07.07.2011, 00:44

Hallo PeterPan,

in der Elementarversicherung sind im Normalfall nur natürliche Erdsenkungen mitversichert, die z.B. durch natürliche, unterirdische Höhlen entstehen können. Erdsenkungen durch Bergbauschächte sind meines Wissens so gut wie immer explizit ausgeschlossen.

Falls eine Bergbaugesellschaft wirklich für den Anstieg des Grundwasser verantwortlich ist, sehe ich eigentlich gute Chancen, diese dafür haftbar zu machen. Klingt aber nach einer Sache für einen Rechtsanwalt.

Schöne Grüße
P.C.
Unterversichert ;-)
 

Beitragvon Päule » 31.08.2011, 17:08

Hi PeterPan,

da ich selbst auch aus dem Ruhrgebiet komme, kenne ich das Problem mit Bergbauschächten ebenfalls. In der Regel kommt keine Versicherung für die Schäden, die durch den Bergbau entstehen auf. Aber es gibt Nachfolgeunternehmen der Bergbaubetreiber, die Entschädigungen zu zahlen haben. Oft gibt es auch Zuschüsse durch die öffentliche Hand. Da solltest du dich mal genauer erkundigen. Da es allerdings ein Grundstücksproblem ist, könntest du dich an die Kirche wenden. Die wird aber sicherlich auch einen Weg finden, nicht haftbar gemacht zu werden. Vielleicht kann dir aber die Kirche als Grundstückseigentümer einen Tipp geben, an wen du dich wenden kannst, denn durch den Zustand des Grundstücks und verursacht durch die Bergbau-Grube wird nun dein Haus beschädigt.

Ciao

Päule
Päule
Moderat Versichert ;-)