Kostenerstattung für psychotherapie


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Kostenerstattung für psychotherapie

Beitragvon braunbär » 11.10.2010, 14:44

Hallo liebes Forum,

ersteinmal ein großes Lob an euch. Ich lese häufiger Beiträge hier und finde die Antworten immer sehr hilfreich.
Jetzt hoffe ich, dass ihr mir genauso helfen könnt.

Ich bin derzeit auf der Suche nach der passenden privaten Krankenversicherung für mich. Habe natürlich schon jegliche Vergleichsrechner getestet und viel zu dem Thema gelesen. Ich selbst kenne mich nicht so super im Versicherungsbereich aus, womit auch meine Frage beginnt. Ich habe diesen Artikel gelesen Links sind nur für registrierte User sichtbar. und verstehe nicht ganz, ob die pkv Umfangreicher für psychotherapien zahlt, oder ob es sich in dem Bereich eher anbietet in der GKV zu bleiben.

Ich selbst gehe regelmäßig zum Psychologen mit 6 Stunden im Monat und bekomme es nicht komplett von der Krankenkasse gezahlt.
Könnte sich das bei einer PKV ändern oder zählen Depressionen für die PKV sogar als Grund höhere Beiträge zu verlangen? Über den Faktor hatte ich mir vorher garkeine Gedanken gemacht.

Hoffe ihr könnt mir ein bisschen von euren Erfahrungen berichten oder von Bekannte wie auch immer :)

Lieben Gruß
braunbär
Unterversichert ;-)
 


Beitragvon mineas1975 » 24.10.2010, 00:30

Hallo braunbär,

ich bin seit einigen Wochen recht intensiv mit dem Thema PKV beschäftigt, da freiwillig GKV-versichert und wechselwillig bzw. -interessiert. Fachmann oder Spezialist bin ich deshalb aber noch lange nicht, ist einfach ein wahnsinnig umfangreiches und kompliziertes Terrain auf dem man sich bewegt.

Nach allem was ich bisher so in Erfahrung bringen konnte (wie gesagt, ich bin nicht mehr als ein interessierter Laie), scheint die ambulante Psychotherapie bei den preisgünstigen Tarifen nur geringfügig bis gar nicht mitversichert. Aber selbst bei höherwertigen und/oder Toptarifen werden i.d.R. 30 bis maximal 60 Sitzungen zu 100% übernommen und darüber hinaus nur noch 50-80% oder gar nichts mehr. Möglicherweise gibt es aber auch Varianten, die ohne Begrenzung bezahlen (ich habe meinen Fokus leider nicht auf diesen einen Punkt gelegt um ehrlich zu sein).

Und auch mit der "Nachweispflicht" gibt es keine einheitliche Regelung: einige Versicherungen akzeptieren eine gewisse Sitzungszahl ohne Nachweis der medizinischen Notwendigkeit, andere wiederum nicht...

Also definitiv benötigst du einen hochwertigen, wenn nicht sogar den jeweils bestmöglichen Tarif, um halbwegs deine Sitzungen bezahlt zu bekommen. Sofern das Baukastenprinzip bei der Zusammenstellung anwendbar ist, kannst du die Prämie wohl noch im Rahmen halten, wobei der ambulante Bereich nach meinen Erfahrungen der teuerste ist. Aber um einen Risikoaufschlag wirst du wohl nicht herumkommen, bei einigen PKV's droht möglicherweise sogar die Ablehnung, je nach Ausprägung der Depression. Verschweigen würde ich sie auf keinen Fall, sonst hat die PKV alle Möglichkeiten die Leistungen komplett zu verweigern oder dich sogar "rauszuschmeißen".

Unter Links sind nur für registrierte User sichtbar. kannst du alle namhaften Vertreter dieser Zunft finden und deren Online-Angebote unter die Lupe nehmen. Ich will um Gottes Willen nicht unken, aber möglicherweise bist du speziell in deinem Fall bei der GKV noch am besten aufgehoben.

Viel Glück und ein gutes Gespür für deine Entscheidung wünsche ich dir!

LG
mineas1975
Unterversichert ;-)
 

Beitragvon braunbär » 01.11.2010, 16:44

Hallo Mineas,

ersteinmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Ich habe mittlerweile auch mit einem bekannten ausführlich darüber geredet, der nämlich Makler ist und sich somit sehr gut in dem Bereich auskennt. Das was du sagst stimmt weitesgehend mit seinen Aussagen überein. Vorallem der Punkt in die PKV zu kommen, auf Grund meiner Depressionen ist relativ kompliziert.

LG
braunbär
Unterversichert ;-)
 

 


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