Lebensversicherung Darlehn Kündigung


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Lebensversicherung Darlehn Kündigung

Beitragvon derfragende » 17.09.2010, 23:58

Hallo liebe Experten,

meine Eltern haben ein Darlehn, bei einer Bauparkasse aufgenommen in Höhe von 41800,- Euro. Der Vertrag wurde im März 2010 abgeschlossen. Monatlich soll eine Summe in Höhe von 418,- Euro zurückgezahlt werden. (ca. 280,- Euro Tilgung + 140,- Euro Zinsen) Als Sicherheit dient eine Lebensversicherung, von einer anderen Lebensversicherungsgesellschaft, die einen aktuellen Rückkaufswert von ca. 62.000,- besitzt. Nun kommt es so, dass meine Eltern gegenwärtig nicht in der Lage sind Ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Da jedoch die Lebensversicherung durch einen festen Zinssatz für die nächsten 7 Jahre bei der Bausparkasse festgeschrieben ist haben meine Eltern gegenwärtig nicht die Möglichkeit ihre Lebensversicherung zu verkaufen oder zu kündigen, da sie ja wie obern schon beschrieben gegenwärtig verpfändet ist. Nun wäre meine Idee, ob man die Zahlung gegenüber der Bausparkasse einstellt. Dann würde aus meiner Sicht die Möglichkeit greifen, dass die Bausparkasse den Vertrag aufkündigt und sich dann auf die Verpfändete Sicherheit beruft, die Lebensversicherung. Sodass die Lebensversicherung gekündigt werden müsste (von wem wird diese dann gekündigt?), die Bausparkasse ihr Darlehn zurück erhält und der Restbetrag meiner Eltern erhalten müssten.
Sehe ich das richtig, oder werden hier Probleme von meiner Seite aus übersehen?
Könnte mir bitte auch jemand von Ihnen sagen, ob Gebühren für diesen Weg anfallen und in welcher Höhe damit zu rechnen ist? Ich habe in diesem Zusammenhang etwas gelesen von Vorfälligkeitsgebühren – ist dies richtig?

Gern wäre ich auch für weitere Informationen dankbar.

Vielen herzlichen Danke für die Antworten, da ich meinen Eltern helfen muss, damit diese ihr Häuschen behalten können!

Liebe Grüße

Petra
derfragende
Unterversichert ;-)
 


Beitragvon Kallemann » 15.05.2011, 08:46

Hallo Petra,

haben denn deine Eltern schon versucht, das Bauspardarlehen zurückzuzahlen? Ich meine, es wäre doch der erste Weg, mit der Bausparkasse Kontakt aufzunehmen, die Situation zu schildern und zu versuchen, in beiderseitigem Einvernehmen das Bauspardarlehen in Kombination mit der Versicherung zu kündigen, wenn der Rückkaufwert der Versicherung tatsächlich höher ist, als das Bauspardarlehen. Dabei musst du jedoch darauf achten, dass im Fall eines Rückkaufs die ausgezahlte Summe niedriger ausfällt, als der Betrag, der unter Umständen als angesparte Versicherungssumme zur Zeit angegeben wird. Der Bausparkasse dürfte doch auch daran gelegen sein, das Darlehen sicher abzuwickeln, anstatt deine Eltern in eine finanzielle Notfall-Situation geraten zu lassen. Wenn noch an irgendeiner Stelle Vermögen da ist, dann lässt sich bestimmt darüber reden. Die Zahlungen einfach einzustellen, das ist eine schwierige Sache, denn dann kann es u. U. erstmal zu Pfändungen mit all den negativen Folgen kommen, bevor die Bank überhaupt auf die Versicherung zurückgreifen darf.

Ciao

Kallemann
Kallemann
Moderat Versichert ;-)
 

Beitragvon Ramirez » 11.06.2011, 08:31

Hi Petra,

auf keinen Fall würde ich es darauf ankommen lassen, dass eine Bank irgendeinen Vertrag kündigt. Das kommt in die Schufa und deine Eltern würden mehrere Jahre lang finanziell ziemlich unbeweglich sein. Wenn ihre Situation sowieso schon nicht so rosig ist, sollten sie sich dadurch das Leben nicht noch unnötig erschweren. Jede Umschuldung oder kleine Überbrückung der finanziellen Krise durch einen Kredit würde ihnen dadurch praktisch unmöglich werden. Wie Kallemann schon schreibt, arbeiten dort auch nur Menschen und mit denen kann man reden. Selbst wenn deine Eltern bei der Bausparkasse auf einen sturen Sachbearbeiter gestoßen sind, sollten sie es noch einmal mit einem Vorgesetzten versuchen. Vielleicht kann man ihn überzeugen. Ansonsten gibt es unabhängige Finanz- und Versicherungsberater. Auch da würde ich mich erst einmal schlau machen. Wenn man einen seriösen und guten Berater findet, hilft der auch weiter. Wie ist es mit der Hausbank. Meist hat man dort auch einen Sachbearbeiter seines Vertrauens, der die Situation kennt und vielleicht gute Ratschläge hat. All das würde ich erst mal versuchen, bevor ich eine Bausparkasse dazu bringe, den Vertrag zu kündigen.

BG

Ramirez
Ramirez
Moderat Versichert ;-)
 

 


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