Fahrradversicherung – Schutz vor Fahrraddiebstahl

Fahrradversicherung – Schutz vor Fahrraddiebstahl

FahrraddiebFährräder werden immer beliebter und die Auswahl ist groß: Trekkingrad, Mountainbike, Rennrad oder Elektrofahrrad. Doch viele der teuren Räder werden nicht richtig gesichert und Diebe haben ein leichtes Spiel: Ist das Rad einmal weg, ist die Chance, es wieder zu bekommen, mit nur zehn Prozent durch die Polizei aufgeklärte Diebstähle auch nur sehr gering. Wir schildern, wie ein drohender finanzieller Verlust abgesichert werden kann und was vor den Langfingern schützt.

Hausratversicherung und Fahrrad-Diebstahlschutz

Eine Hausratversicherung zahlt bei einem Diebstahl des Fahrrads aus Wohnung, Keller, Garage oder einem gemeinschaftlich genutzten Fahrradabstellraum. Rund fünfundzwanzig Prozent aller deutschen Haushalte verfügt über eine Hausratversicherung. Doch was viele nicht wissen: Steht das Rad draußen, oder ist das Fahrrad in Gebrauch, besteht für gewöhnlich kein Versicherungsschutz in der Hausratversicherung. Für einen erweiterten Diebstahlschutz von Fahrrädern verlangen die Versicherer in der Regel einen Aufpreis, der zwischen 20 und 40 Euro im Jahr beträgt. Selbst dann gilt: das Kleingedruckte genau lesen! In vielen Fällen wird auch nur dann gezahlt, wenn das Fahrrad nur kurzfristig abgestellt wurde, wie zum Beispiel für den Einkauf. Ein weiterer Fallstrick ist, dass das Rad während der Abwesenheit seines Besitzers durch ein Schloss gegen Diebstahl gesichert sein muss.

Wie wird ein Fahrrad üblicherweise gegen Diebstahl gesichert?

Die Formulierungen der Versicherer lassen oft viele Fragen ungeklärt – im Zweifel hilft nur eine Nachfrage bei der Versicherungsgesellschaft. Wie gut eine Versicherung genau ist, zeigt sich in der Praxis erst im Schadensfall. So zahlen einige Versicherer nicht, wenn das Fahrrad nachts genutzt wird und in der Zeit zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens währenddessen im Freien abgestellt wurde. In der Dunkelheit verlangen die Versicherungsbedingungen oft nach einem abgeschlossen Abstellraum. Diese Klausel wurde allerdings in neueren Verträgen nach dem Jahr 2008 gestrichen. Daher sollten Versicherungsnehmer eine Umstellung des Vertrags in Erwägung ziehen.

Richtige Versicherungssumme ermitteln

Die Höhe der Hausrat-Versicherungssumme ist verantwortlich für den Erstattungsanspruch. Lautet die Summe beispielsweise über 10.000 Euro und ist für den Diebstahlschutz eines Fahrrads vier Prozent angegeben, so lautet die Erstattungssumme 400 Euro – für die meisten Fahrräder zu wenig! In der Regel wird sogar nur ein Prozent für einen Fahrrad-Diebstahl erstattet. Daher ist die Versicherungssumme des Hausrats mit verantwortlich für den Erstattungsanspruch. Hochwertige Räder sollten extra mit einer speziellen Fahrradversicherung abgesichert werden. Sie sind teuerer als der Schutz über die Hausratversicherung und kosten im Jahr zwischen 100 und 200 Euro.

So werden Fahrräder richtig gesichert

Fahrradschlösser werden in verschiedene Kategorien von eins bis 15 eingeordnet – manche Produkte erreichen sogar die Stufe 25. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub empfiehlt seinen Mitgliedern schwere Stahlbügel-Schlösser, die ADFC-zertifiziert sind. Hier gilt: je stärker das Material und je schwerer das Schloss, desto höher der Diebstahlschutz. Doch jedes Schloss kann geknackt werden, ausschlaggebend für einen guten Schutz ist die Zeit, die der Dieb hierfür benötigt. Die Polizei ermittelte, dass Diebe im Schnitt bis zu drei Minuten versuchen, ein Schloss zu knacken – danach geben sie auf!

Bildquelle: © eyetronic – Fotolia.com

Autorin: Christine Krellner (Google+ Profil)