Flüchtlinge wirken sich positiv auf die Rentenversicherung aus

Flüchtlinge wirken sich positiv auf die Rentenversicherung aus

FlüchtlingeAngesichts der Massen von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, haben viele Menschen Angst, dass sie bei der Sozialversicherung künftig noch stärker zur Kasse gebeten werden könnten. Doch die Statistiken der Rentenversicherung zeigen genau das Gegenteil. Bei der Rentenversicherung können die Flüchtlinge die Auswirkungen des demografischen Wandels stoppen.

Schon seit einigen Jahren verzeichnet die gesetzliche Rentenversicherung nur noch geringe Zuwächse bei der Zahl der Versicherten deutscher Herkunft. Von 2008 bis 2013 wurde gerade einmal eine Gesamtsteigerung von 81.253 zusätzlichen Versicherten verzeichnet. Zeitgleich stieg die Anzahl der Versicherten ausländischer Herkunft um rund eine Million. Damit lag der Anteil der Versicherten mit Migrationshintergrund bei zwanzig Prozent.

Einnahmen der Rentenversicherung erhöhten sich durch die Zuwanderer

Wie nützlich die Flüchtlinge für die Rentenversicherung sind, zeigt ein Blick auf die Beitragseinnahmen im Jahr 2015. Obwohl der Prozentsatz der an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlenden Beiträge reduziert wurde, werden steigende Einnahmen verzeichnet. Von Januar bis Juni erhöhten sich die monatlichen Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung um etwa eine Milliarde Euro. Das resultiert aus der steigenden Zahl der Versicherten, die wiederum aus den wachsenden Zuwandererzahlen resultiert.

Beschäftigtenzahlen weisen ähnliche Trends auf

Von 2008 bis 2013 erhöhte sich die Anzahl der abhängig Beschäftigten um rund 1,7 Millionen auf 26,1 Millionen. Unter den abhängig Beschäftigten befinden sich mittlerweile rund 2,8 Millionen Ausländer. Ihr Anteil macht inzwischen 9,7 Prozent aus. Jeder zehnte abhängig Beschäftigte, der in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, ist ein Zuwanderer. Die meisten der ausländischen Pflichtversicherten kamen bisher aus Polen, Tschechien, Slowenien und Ungarn. Das dürfte sich seit Anfang 2015 drastisch ändern. Die Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherungen weisen aus, dass der größte Teil der Zuwanderer durch die Arbeit mehr als 400 Euro pro Monat verdient. Allerdings gibt die Rentenversicherung auch an, dass nur etwa sechs Prozent der Einwanderer eine höhere Qualifikation haben. Momentan sorgt die gute Konjunkturlage dafür, dass die meisten Einwanderer schnell einen Job finden.

Fazit: Die Ängste, dass die Flüchtlinge die Rentenversicherung belasten und für die Notwendigkeit von Beitragserhöhungen sorgen könnten, sind unbegründet.

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