Kredite für den Notfall

    Nicht immer zahlt die Versicherung alle Schäden, für die man aufkommen muss. Hat man zum Beispiel für das Auto nur eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, muss man für die Reparatur am eigenen Fahrzeug selbst zahlen, wenn man einen Unfall verursacht hat. Auch am Haus oder in der Wohnung kann es Schäden geben, die Mieter oder Wohnungseigentümer von einem Tag auf den anderen vor finanzielle Probleme stellen. Immer wieder liest man von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, starken Stürmen oder Lawinen, die Häuser schwer beschädigen oder vernichten. Nicht immer sind die Eigentümer ausreichend versichert, gerade bei Naturgewalten steht man sozusagen vor den Ruinen der Existenz. Auf der anderen Seite bleibt Menschen heute meist nur sehr wenig Geld zum Sparen für Notfälle übrig. Kommt es zu unvorhergesehenen Ausgaben, ist dann ein Kredit die einzige Option.

    Sofortkredit – was ist das?
    Wer in einem Notfall schnell Geld braucht, wird rasch auf die Begriffe „Sofortkredit“ oder „Blitzkredit“ stoßen. Dabei handelt es sich in der Tat um Angebote, die mit besonders schneller Bearbeitung punkten. Allerdings kann es bei einem Sofortkredit zu höheren Kosten kommen, da die Mitarbeiter des Geldinstituts diese Anträge bevorzugt behandeln. Sofortkredite lassen sich in wenigen Schritten über das Internet beantragen. In einer Notsituation hat man selten den Kopf dafür, sich um Administratives zu kümmern. Dennoch sollte man sich einige Zeit nehmen, um Kreditangebote miteinander zu vergleichen. Hilfreich dabei sind online Kreditrechner. Auf diesen Plattformen lassen sich Angebote unterschiedlicher Banken im  Nu miteinander vergleichen. Hat man sich erst einmal für ein Geldinstitut entschieden, sind nur wenige Formalitäten notwendig. Wie smava.de berichtet, erfolgt das Ansuchen in drei simplen Schritten:

    • Man stellt kostenlos eine Kreditanfrage an die bevorzugte Bank
    • Das Kreditangebot trifft ein – genau lesen ist wichtig!
    • Man unterzeichnet den Vertrag

    Blitz- oder Sofortkredite sind von der Abwicklung her zwar schneller, man darf sich jedoch nicht erwarten, dass man am Tag der Unterzeichnung des Kreditvertrags über die Summe verfügen kann. Davor muss man der Bank eine Ausweiskopie übermitteln, auch Nachweise über Einkünfte werden verlangt. In der Regel muss man Kopien des Einkommens über die letzten drei Monate beilegen. Erst nach der Prüfung der Unterlagen erhält man die endgültige Kreditzusage.

    Kreditversicherung
    Die Restschuldversicherung wird umgangssprachlich oft auch nur als Kreditversicherung bezeichnet. Damit sichert man sich bei Zahlungsunfähigkeit gegenüber dem Kreditgeber ab. In der Regel zahlt die Restschuldversicherung nur beim Tod des Kreditnehmers. Hat man keine Versicherung abgeschlossen, werden sonst die Zahlungsverpflichtungen an die Angehörigen übertragen. Es gibt auch spezielle Varianten, wo man sich bei Arbeitslosigkeit schützt. Für diese Variante sind jedoch die Prämien deutlich höher.
    Vor allem bei der Aufnahme einer höheren Kreditsumme macht eine Restschuldversicherung Sinn. Bei manchen Banken ist der Abschluss einer solchen Versicherung sogar Voraussetzung für die Kreditvergabe. Oft arbeiten Geldinstitute mit Versicherungsunternehmen zusammen und bieten daher Restschuldversicherungen im Rahmen der Kreditaufnahme an. Wichtig dabei ist wie bei jeder Versicherung, dass man sich genau über das Leistungsspektrum informiert. Eine Restschuldversicherung erhöht natürlich die monatliche Rückzahlung des Kredits. Sofern die Bank nicht auf diese Versicherung pocht, steht es jedem Kreditnehmer frei, Kosten und Nutzen dieser Versicherung abzuwägen.
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