Pannenhilfe – es muss nicht immer der ADAC sein!

Pannenhilfe – es muss nicht immer der ADAC sein!

UnfallwagenWegen der Angst, dass der eigene Wagen liegen bleibt, sind viele Autofahrer Mitglied im ADAC. Doch nicht nur Automobilklubs bieten Pannenhilfe an, es gibt durchaus auch andere Alternativen!

Die wohl bekanntesten Pannenhelfer sind die sogenannten Gelben Engel des ADAC. Nicht erst nach den jüngsten Schlagzeilen und der missglückten Wahl zu Deutschlands beliebtestem Autoclub hadern viele ADAC Mitglieder mit der verkehrspolitischen Situation des Vereins. Wer nur an einem Notdienst interessiert ist, muss dafür beim ADAC sogar relativ viel zahlen. So kostet die Basismitgliedschaft knapp 50 Euro im Jahr. Doch die Pannenhilfe gibt es ebenso bei vielen anderen Clubs und eine Mobilitätsgarantie bieten auch Versicherungen an. Dafür müssen in einigen Fällen die Fahrer noch nicht einmal extra zahlen und stehen im Falle einer Panne auch nicht alleine am Straßenrand.

Schutzbriefe der Kfz-Versicherungen

Die Schutzbriefe der Versicherungen bieten Leistungen, die mit denen der Automobilclubs vergleichbar sind – und dies deutlich preiswerter! So kostet beispielsweise der Schutzbrief bei der HUK je nach Fahrzeugtyp zwischen sechs und zwölf Euro pro Jahr. Die angebotenen Leistungen sind in etwa vergleichbar mit denen einer ADAC-Plus-Mitgliedschaft. Ebenso wird der Krankenrücktransport übernommen, auch wenn man gar nicht mit dem PKW unterwegs war. Allerdings werden diese Schutzbriefe in der Regel nicht für Fahrzeuge angeboten, welche älter als zehn Jahre sind. Einen Vergleich der Kfz-Versicherer, die unter anderem auch Schutzbriefe anbieten, findet man auf dem Verbraucherportal mcblue24.de.

Garantie durch Autohersteller

Wer sich einen Neuwagen gekauft oder geleast hat, kann zumeist eine Mobilitätsgarantie beim Hersteller über zwei, fünf oder sieben Jahre abschließen. Kia offeriert zurzeit mit sieben Jahren die längste Mobilitätsgarantie. Andere Hersteller bieten eine Verlängerung mit dem Service in einer Vertragswerkstatt an.
Die Garantie umfasst in der Regel einen Pannendienst, das Abschleppen zu einer Vertragswerkstatt und, falls benötigt, im Bedarfsfall sogar einen Leihwagen. Zumeist gehen die Leistungen der Hersteller sogar über die der Standard-ADAC-Mitgliedschaft hinaus. Denn der Geltungsbereich der Autohersteller erstreckt sich europaweit, während dafür beim ADAC die teure Plus-Mitgliedschaft abgeschlossen werden muss.

Schutzbriefe anderer Verkehrsclubs

Wer nicht den ADAC unterstützen will, kann sich für 29 Euro beim ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD) versichern – allerdings gilt dieses Angebot nur für schadstoffarme Autos. Für Autos mit der alten Euro-2-Norm wird es hingegen richtig teuer und es ist zusätzlich eine Mitgliedschaft notwendig.
Eine weitere Alternative ist der Auto Club Europa (ACE), der für 59,70 Euro einen guten Schutz bietet, in dem auch alle Familienangehörigen europaweit abgesichert sind. Des Weiteren hält der Automobilclub von Deutschland (AvD) einen Schutzbrief für Singles für 64,90 Euro bereit.

Fazit: Zum ADAC gibt es zahlreiche Alternativen, die teilweise sogar deutlich preiswerter sind. Doch welcher Schutzbrief nun persönlich der Richtige ist, hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab. Wer einen Rundumschutz für die ganze Familie sucht, ist bei einer ADAC-Plus-Mitgliedschaft gut aufgehoben!

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