WGV kündigt Vertrag nach 30 J. >>> PFUI !!!!!!

Eine Privatrechtsschutzversicherung übernimmt alle Rechtsangelegenheiten, die im privaten Bereich auftauchen können. Doch welche Privatrechtsschutz ist für mich geeignet? Versicherungsnehmer tauschen sich aus.
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sigiwi
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WGV kündigt Vertrag nach 30 J. >>> PFUI !!!!!!

Beitrag von sigiwi » 29.05.2013, 17:00

Traurig aber wahr:
Die WGV Allgemeine in Stuttgart kündigt mir nach mehr als 30 Jahren pünktlich gezahlter Beiträge und in Summe 9 mickriger Schadensfälle meinen Familienrechtschutz-Vertrag. Alternativ bietet sie uns einen Vertrag mit Selbstbehalt an.
Kurze Zeit darauf werde ich informiert, dass meine Daten, inkl. Hinweisen zu Risiko und Häufigkeit von Schadensfällen an das < Hinweis- und Informationsystem HIS informa insurance risk+fraud prevention GmbH Baden-Baden >weitergemeldet wurden. Ein telefonischer Versuch, die Kündigung zurück zu nehmen, wurde kurzerhand abgelehnt.
Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel, hat mit Kundenorientierung wenig zu tun, sondern lediglich mit Geldmacherei.
Ich brauche eine Versicherung, die mich bei Bedarf unterstützt, auch wenn es Geld kostet... dafür hat man ja eine Versicherung ! Die WGV enttäuscht stattdessen und ist eher an einem guten Jahresergebnis als an zufriedenen Kunden interessiert.
Mein Rat: FINGER WEG - es gibt genügend andere !!!!

Hintergrund:
Wir sind eine 4-köpfige Famile, die Kinder mittlerweile 22/24 Jahre alt.
Seit rund 30 Jahren haben wir bei der WGV:
- sämtliche Kfz-Versicherungen, derzeit 7 Kfz, seit 2 Jahren bei einer anderen Versicherung.
- Familienrechtschutz
- Wohngebäudeversicherung
- Hausratversicherung
- Privathaftpflichtversicherung
In all den Jahren gab es in allen Verträgen lediglich Bagatellschäden.
Augfrund dessen, dass meine studierenden Kinder (bis 25J mitversichert, sofern in Ausbildung) selbst Auto fahren, gab es in den letzten 2 Jahren rund 7 Verkehrsdelikte, kleinere Geschwindigkeitsübertretungen, einen Rotlichtblitzer (unkritisch)... also nichts Weltbewegendes. Diese haben wir unserem Rechtsanwalt übergeben, lediglich in einem Fall mussten wir zahlen.
Klar jedoch: der RA stellt seine Kosten der WGV in Rechnung. Diese werden sich aber im Rahmen halten, es gab bisher keine Gerichtsverhandlung, Anhörung oder Ähnliches. Nur Schriftverkehr.

Mein Verständnis: so wie ich in den letzten 30 Jahren die Rechtsfälle anderer Mitversicherten finanziert habe, möchte nun auch ich in den Genuss des Rechtsschutzes kommen.
Leider spielt die WGV nicht mit und kündight mit 6 Monate Vorlauf den Vertrag zum Jahresende.
Telefonisch wurde mir mitgeteilt, dass die Kündigung im Interesse aller anderen Versichereten ausgesprochen wird ... ich muss lachen ... und ich muss dankbar sein, dass sie mir einen neuen Vertrag anbieten.. den mit SB.

Die Weitergabe meiner Daten an die HIS scheint legal zu sein. Ich habe heute dort Selbstauskunft beantragt und gespannt, was dabei herauskommt.

Sollte mein Eintrag auf Interesse stoßen, werde ich den weiteren Verlauf berichten.

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VMHB
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Re: WGV kündigt Vertrag nach 30 J. >>> PFUI !!!!!!

Beitrag von VMHB » 30.05.2013, 17:38

sigiwi hat geschrieben: Mein Rat: FINGER WEG - es gibt genügend andere !!!!


Augfrund dessen, dass meine studierenden Kinder (bis 25J mitversichert, sofern in Ausbildung) selbst Auto fahren, gab es in den letzten 2 Jahren rund 7 Verkehrsdelikte, kleinere Geschwindigkeitsübertretungen, einen Rotlichtblitzer (unkritisch)... also nichts Weltbewegendes. Diese haben wir unserem Rechtsanwalt übergeben, lediglich in einem Fall mussten wir zahlen.
Klar jedoch: der RA stellt seine Kosten der WGV in Rechnung. Diese werden sich aber im Rahmen halten, es gab bisher keine Gerichtsverhandlung, Anhörung oder Ähnliches. Nur Schriftverkehr.
Bei 7 Schadenfällen in 2 Jahren hätte sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jede Versicherung gekuendigt.
Ob es nun "kleine" Geschwindigkeitsuebertretungen waren oder "große" , ob ein Blitzer "kritisch " ist oder nicht , ist hierbei völlig irrelevant. Zwar verstehe ich , dass sie dort aufgrund einer Vielzahl an bestehenden Verträgen verärgert sind , aber ein Versicherer reagiert eben auf sog. Schadenqouten.

Weiterhin wuerde ich persönlich die RS-Versicherung mit Selbstbehalt annehmen...bei einem anderen Versicherer werden sie wohl eher abgelehnt oder mit ebenfalls ( hohen.....) entsprechenden Selbstbeteiligungen angenommen werden. Und bitte verschweigen sie keine Schadenfälle , falls sie sich doch fuer einen anderen Versicherer entscheiden.



=> Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jeglichen Anspruch auf Richtigkeit!

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