von Borchardt » 20.08.2011, 12:18
Sie können davon ausgehen, dass ein Versicherungsmakler, der seinen Beruf Ernst nimmt und nach einem Berufsethos handelt, dass u.a. beinhaltet, Vertreter der Interessen des Kunden zu sein, Ihnen eine Empfehlung auf der Grundlage Ihres Bedarfs und einer objektiven Marktanalyse gibt. Ein solcher Makler wird es in der Regel auch finanziell nicht nötig haben Ihnen allein deshalb einen bestimmten Tarif zu empfehlen, weil die Vergütung durch den Versicherern etwas höher liegt als bei anderen.
Von der Provisionshöhe können Sie sicher nicht auf die fachlichen Qualitäten des Maklers schlließen.
Diese erkennen Sie u.a. an den folgenden Punkten
- Wurde eine Bedarfsanalyse vorgenommen? Wurden Sie nach Ihrem Bedarf gefragt?
- Hat der Makler Sie befragt, welche Leistungsinhalte der Vertrag beinhalten soll, also etwa
○ Auslandsgeltung/Weltgeltung
○ Kurleistungen
○ Höhe der Erstattung nach GOÄ
○ Tarif mit oder ohne Primärarztprinzip
○ Zahnärztliche Leistungen
○ Heilmittel
○ Hilfsmittel
○ Psychotherapie, Heilpraktiker
○ Selbstbehalte in welcher Höhe und in welchen Bereichen?
- Hat der Makler Ihnen das System PKV und GKV erklärt? Wurden Vor- und Nachteile der PKV für Sie angesprochen?
- Hat der Makler die Empfehlung eines bestimmten Tarifes für Sie plausibel begründet? Wurde Ihnen erklärt, warum genau dieser Tarif und nicht ein anderer für Sie passend ist?
- Wurden Gesundheitsfragen/die Bedeutung der sog. Vorvertraglichen Anzeigepflicht angesprochen?
Ich denke, wenn Sie am Ende des Beratungsprozesses den Eindruck haben, selbst verstanden zu haben, warum die Empfehlung des Maklers zu ihrem Bedarf und ihren Vorgaben paßt, wäre das das beste Zeichen dafür, dass Sie fachlich gut und richtig beraten wurden. Ist das nicht der Fall, sind Zweifel sicherlich berechtigt.
Eckhard Borchardt
Versicherungsmakler
Tel. (040) 527 93 32
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