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Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr




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Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon Pajaki » 07.01.2019, 22:53

Hallo liebe Mitglieder des Versicherungsforums,

also vorab muss ich zugeben, dass ich nur wenig Ahnung von der BU habe und bitte daher um Nachsicht. :D
Folgende Situation: Meine Mutter hatte zu meinem 16. Lebensjahr eine BU für mich abgeschlossen. Ihre Begründung war, dass man bei frühem Eintritt in seinen gesündesten Lebensjahren keine weitere Gesundheitsprüfung mit daraus folgenden hohen Beiträgen fürchten muss und daher immer nur geringe Beiträge einzahlen muss. Damals hat mich das bedauerlicherweise alles noch wenig interessiert.
Nun habe ich mein Studium beendet und trete meine erste Arbeitsstelle an. Die Beiträge für die BU übernehme ab jetzt ich selbst. Nun hatte ich mich gefragt, ob diese BU wirklich sinnvoll ist. Häufig habe ich von getarnten Erwerbsunfähigkeitsversicherungen gehört, die man erst in eine BU umwandeln müsste. Zudem ist die monatliche Rente mit 500 € ja sehr gering und meinen Beitrag würde ich zugunsten einer höheren späteren BU-Rente sowieso erhöhen.
Nun meine Frage: Hat dieser extrem frühe Einzahlungsbeginn wirklich Sinn gemacht? Wie sind da eure Erfahrungen?

Vielen lieben Dank für eure Antworten!
Pajaki
Unterversichert ;-)
 

Re: Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon Siegfried » 08.01.2019, 11:17

Beitrag aufgrund von SPAM und Falschaussagen entfernt!
Siegfried
 

Re: Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon VMHB » 08.01.2019, 12:21

Pajaki hat geschrieben: Zudem ist die monatliche Rente mit 500 € ja sehr gering und meinen Beitrag würde ich zugunsten einer höheren späteren BU-Rente sowieso erhöhen.


Nun meine Frage: Hat dieser extrem frühe Einzahlungsbeginn wirklich Sinn gemacht? Sehr wahrscheinlich JA


Hallo...

Sicherlich ist die Rente zu gering, aber i.d.R. haben Sie nun folgende Optionen:

1.
Zuerst einmal den Vertrag überprüfen; was genau haben Sie da?

2.
Wenn es sich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung handelt, haben Sie sehr wahrscheinlich
Erhöhungsoptionen im Rahmen der Nachversicherungsgarantie. Das bedeutet, Sie können den Vertrag in einem gewissen Umfang erhöhen, ohne erneute Gesundheitsangaben machen zu müssen.

Diese Garantien sind unter anderem:
Beendigung Studium und Aufnahme einer Tätigkeit.

Beachten Sie bitte, dass es hier Fristen gibt, insofern würde ich nicht lange warten und den Versicherer kontaktieren.

3.
Wahrscheinlich wird auch durch eine solche Erhöhung die BU-Rente nicht ausreichend sein.

Dann prüfen Sie bestenfalls, beim gleichen Anbieter (und nein, nicht bei einem anderen, sonst müssen Sie sich im Falle eines Falles mit 2 Versicherungsgesellschaften über die Zahlung einer BU-Rente auseinandersetzen) eine weitere Police abzuschließen, um eine insgesamt akzeptable Rentenhöhe zu erreichen.

4.
Von gekoppelten Verträgen, sprich BU-Schutz + Sparanteil, ist in der Regel eher abzuraten.
Grund: Sollten Sie sich den durchaus höheren Beitrag aus irgendwelchen Gründen nicht mehr
leisten können und den Vertrag ruhend stellen müssen oder gar kündigen, können Sie das nur komplett. Sprich, die BU dann separat ohne Sparanteil weiter laufen zu lassen, ist nicht möglich.

Wenn ein Sparen fürs Alter über eine Versicherungslösung gewünscht ist, können sie das besser separat tun. Hier können Sie dann einen Sparvertrag mit Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit wählen. Sprich, sollten Sie BU werden, zahlt Ihnen der Versicherer die Beiträge für den Sparvertrag weiter. Bei finanziellen Engpässen können Sie diesen im Rahmen gewisser Fristen auch aussetzen.

Sie entgehen aber der Gefahr, bei einem gekoppelten Vertrag, wie oben beschrieben, den kompletten Versicherungsschutz zu verlieren, weil sich beispielhaft ein finanzieller Engpass eingestellt hat und die monatliche Bedienung nicht mehr möglich ist.

Damit zerschießen Sie sich dann auch die mitversicherte Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente und das kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

Kontaktieren Sie den Versicherer und lassen Sie sich diesbezüglich einmal beraten.


Viele Grüße
VMHB
VMHB
Überversichert ;-)
 

Re: Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon Siegfried » 08.01.2019, 12:47

Beitrag aufgrund von SPAM, Beleidigung und Falschaussagen entfernt!
Siegfried
 

Re: Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon VMHB » 08.01.2019, 13:09

Siegfried hat geschrieben:
wer zahlt den im BU Fall den Anteil für die Lebensversicherung dann weiter ??? Man ist im BU-Fall sofort Beitragsfrei für die komplette BUZ !!!

Habe ich das bestritten? Ich sprach von finanziellen Engpässen, nicht von BU! Lesen Sie doch mal in Ruhe, bevor Sie wieder komplett impulsgesteuert reagieren. Weiterhin zahlt eine Beitragsbefreiung in einem separaten Vertrag, wie von mir beschrieben, doch auch, sprich gleicher Effekt ? :roll:

Das einzige Manko bei einer BUZ ist,wenn man sich den Anteil von der Lebensversicherung nicht mehr leisten kann wie du es so schön schreibst,weil dann der gesamte Vertrag darunter leidet.

Und das ist nun mal ein starkes Risiko!

Das ist aber das einzige.Ich bin froh das ich vor 25 Jahren eine BUZ abgeschlossen habe.

Das wäre ich auch, aber Sie hatten auch noch einen hohen Garantiezins. Dieser liegt heute nur noch bei 0,9%. Es lohnt sich nicht mehr, klassische Lebens- und Rentenversicherungen neu abzuschließen. Das liegt an den niedrigen Zinsen und hohen Kosten. Von 0,9 Prozent Garantiezins verbleiben im Durchschnitt nur 0,11 Prozent an garantiertem Wertzuwachs.
Schlecht sind auch die Aussichten für die über den Garantiezins hinausgehende Überschussbeteiligung. Diese liegt im Schnitt nur bei etwa 2,4%, und das auch nur auf den Sparanteil, nicht den Kosten- und Risikoanteil!



Und es ist auch nicht richtig das es nicht von Vorteil ist,wenn man verschiedene BU-Verträge bei verschiedenen Anbieter macht.Weil das Risiko das z.b alle drei Versicherer bei ihrer Zahlungsmoral versagen viel geringer ist,als wenn man drei Verträge bei einem Versicherer hat.

Das mag sein. Versagt aber einer oder gar zwei, ist das Ergebnis dann trotzdem Hartz4-Niveau.
Ergo: Nur wenig Risikominimierung, aber auf jeden Fall zwei oder gar drei Leistungsfallprüfungen. So etwas braucht doch kein Mensch!




Lassen Sie sich mal beraten :lol: ,
VMHB
Überversichert ;-)
 

Re: Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon Siegfried » 08.01.2019, 13:32

Beitrag aufgrund von SPAM und Falschaussagen entfernt!
Siegfried
 

Re: Sinn einer Berufsunfähigkeit ab dem 16. Lebensjahr

Beitragvon Pajaki » 14.01.2019, 23:35

Vielen Dank für die Antworten!
Pajaki
Unterversichert ;-)
 

 


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