Überversicherung vermeiden


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Überversicherung vermeiden

Beitragvon ralph12345 » 24.11.2011, 14:10

Wir sind in ein Haus gezogen. Reichlich Platz, steht noch nicht so sehr viel drin.
Die Versicherung gibt einen pauschalen Unterversicherungsverzicht bei einer Versicherungssumme von ich glaube 650€/qm.
Wir nehmen an, daß wir mit der Summe von 94.000€ (145 qm) überversichert wären.
Was tun?

Setzen wir die Summe selber auf 60.000 fest, ists schlecht. So gibt es keinen Unterversicherungsverzicht, d.h. im Schadensfall kommt der Gutachter und man erfährt die "Wahrheit" - sprich die Meinung des Versicherers, was der Hausrat wert ist / war. Ich glaube ausserdem, daß man selber die Summe kaum akkurat bestimmen kann, mangels Erfahrung. Was sind 300 alte Bücher wert? Was eine Kücheninventar, was der Kleiderschrankinhalt...?? Aber daß bei einem neuen Haus 60qm leerstehende Räume nicht das gleiche wert sind wie 60 vollgequetschte qm in der alten Wohnung, das weiss ich sicher.

Kann man das vorher klären? Um sowohl eine Über- als auch eine Unterversicherung auszuschliessen? Ich mein, klar kann ich selber das rechnen anfangen, aber wie sichere ich mich damit gegen die abweichende Meinung der Versicherung ab? Schicken die bei Bedarf auch zecks Festlegung der Summe einen Gutachter? Ganz ohne Schadensfall?
ralph12345
Unterversichert ;-)
 


Beitragvon Neuling » 30.11.2011, 00:19

Hi Ralph,

ist es denn nicht so, dass dein neues Haus nur kurzzeitig noch nicht vollständig eingerichtet ist? Vermutlich wird doch, wie eigentlich bei allen Leuten, nach und nach das Haus immer voller werden. Willst du dann mit jedem Möbelstück, dass du dazu kaufst, deine Versicherungssumme erhöhen? Natürlich rechnen die Versicherer immer so, dass sie selbst dabei gut fahren, das ist ja keine Frage. Aber du musst für dich selbst klären, wie sinnvoll der Abschluss einer guten Versicherung ist, die anhand der Quadratmeterzahl einen gewissen Wert des Hausrats unterstellt. Auch wenn dieser Wert aktuell noch nicht erreicht ist, kann es trotzdem sinnvoll sein. Natürlich nützt dir eine Überversicherung gar nichts, denn im Gegensatz zur Unterversicherung, bei der dir immer ein gewisser Prozentsatz abgezogen wird, egal ob es den ganzen Hausrat oder diesen überhaupt betrifft, bekommst du natürlich bei der Überversicherung nicht mehr, als den durch den Versicherungsgutachter ermittelten Wert :)

BG

Neuling
Neuling
Moderat Versichert ;-)
 

Beitragvon Martha » 10.12.2011, 21:31

Also ich würde mir da auch weniger Sorgen um eine Überversicherung machen, als um eine Unterversicherung. Die Versicherungen berechnen die Summe nun einmal pauschal nach der Wohnfläche. Da kann man dann noch variieren, ob man eher teure oder billige Möbel hat. Aber es sind ja nicht nur die Möbel, die du versicherst, sondern auch Glas, Porzellan, Elektrogeräte (im Fall eines Brandes oder Blitzschlags). Die Wäsche vom Handtuch bis zur vielleicht teuren Tischdecke usw. Und vermutlich wird ja wirklich auch irgendwann mal mehr im Haus stehen. So sagt es zumindest meine Erfahrung, denn unser Haus ist mit den Jahren auch immer voller geworden, so dass wir jetzt schon zwangsweise wieder das eine oder andere entrümpeln müssen :) Wenn du dem Vorschlag der Versicherung nicht folgen möchtest, dann kann es passieren, dass sie dir bei der ersten Kleinigkeit schon mit Unterversicherung kommen.

Schönen Gruß

Martha
Martha
Moderat Versichert ;-)
 

Beitragvon Joho » 01.05.2012, 15:41

Also du könntest natürlich jede kleinigkeit aufschreiben vom Anzug bis zur Zahnbürste und dir dann die Versicherungsumme bilden.

Entschädigt wird der Wiederbeschafungswert. Falls du es nicht ersetzt wird die Mehrwertsteuer abgezogen.
300 Bücher sind bei ca. 10 Euro pro Buch schon 3000 Euro!
Beim 2 Jahre altem Fernseher Kaufpreis z.B. 1000 Euro, aktueller Ladenpreis 500 Euro bekommst du 500 Euro.
Joho
Moderat Versichert ;-)