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Altersvorsorge – lohnt sich die Lebensversicherung noch?

Family playing a game togetherDie Zeiten für die Lebensversicherung – den Deutschen liebste Geldanlageform – sind hart: Niedrigzinsen, Garantiezinssenkung und Kürzung der Überschüsse. Doch aus den folgenden Gründen lohnt sich eine Lebensversicherung immer noch.

Lebensversicherung gehört noch nicht zum alten Eisen

Immer mehr Lebensversicherungen senken die Beteiligung ihrer Kunden an den Überschüssen. Die versprochenen Zinsen rauschen teilweise um bis zu 0,5 Prozentpunkte jährlich nach unten. Und selbst die 3-Prozent-Marke wird von zahlreichen Gesellschaften – darunter auch etliche der fünfzehn größten Versicherungsgesellschaften – unterboten.

Der Garantiezins liegt seit Anfang 2015 nur noch bei mageren 1,25 Prozent. Das bringt somit nicht viel mehr als was auch einige Fonds- und moderne Hybridpolicen bieten. Angesichts solcher Verhältnisse ist die Frage nach dem Sinn solch einer Police natürlich verständlich. Daher bemühen sich auch die Anbieter, ihre Gesamtverzinsung mit Schlussüberschüssen und einer Beteiligung an Bewertungsreserven positiv darzustellen. Doch beides erhalten Kunden nur, wenn sie tatsächlich bis zum Ende der Laufzeit durchhalten. Zudem sind sie nicht sicher, da eine Kürzung oder Streichung seitens der Gesellschaft möglich ist.

Vorteile der Lebensversicherung trotz niedriger Verzinsung

Trotz alledem sollten Kunden nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen: Lebensversicherungen sind nach wie vor eine gute Geldanlage, denn sie sichern elementare Risiken ab und bieten als einziges Sparprodukt eine Altersvorsorge mit lebenslangen Rentenzahlungen und im Vergleich zu anderen alternativen Sparprodukten attraktive Renditen. Denn in den heutigen Niedrigzinszeiten sind Beitragsrenditen von bis zu über drei Prozent richtig gut!

Natürlich schlagen die Niedrigzinsen auch bei den Versicherern zu Buche. Auch die Versicherer haben Probleme, gute Erträge bei überschaubarem Risiko zu erwirtschaften. Hierfür kaufen Versicherer länger laufende Papiere und setzen mehr auf verbriefte Unternehmensdarlehen. Auch in die Verkehrsinfrastruktur wird vermehrt investiert. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber der Branche bereits 2014 entgegen kam und ihr Luft verschaffte, indem ausscheidende Kunden nur dann noch an stille Reserven beteiligt werden müssen, wenn dadurch die Garantiezinsen verbleibender Kunden nicht gefährdet sind. Dadurch haben in letzter Zeit einige Anbieter aufgegeben und nehmen keine neuen Lebensversicherungen mehr an. Erst kürzlich haben drei Versicherer das Aus für ihre Riester-Produkte verkündet – ein fatales Zeichen für die Altersvorsorge.

Dennoch setzen etablierte Gesellschaften vermehrt auf alternative Produkte und auf Produkte mit veränderten Garantiemodellen. Was viele Kunden einfach vergessen: Sicherheit kostet auch immer Rendite. Selbst heute noch sind Lebensversicherungen für eine gesicherte Altersvorsorge sehr gut geeignet. Inzwischen haben Kunden die Wahl, welches Produkt sie mit welchen Chancen und Risiken bevorzugen.

Bildquelle: © auremar – Fotolia.com
Autorin: Christine Krellner (Google+ Profil)