Skip to main content

Rechtsschutz tritt auch bei Online-Abmahnung ein

Blaues Paragraphenzeichen in 3DEin neues Geschäftsmodell der Anwaltskanzleien sorgte in letzter Zeit für Aufregung in den Medien: Massenabmahnungen. Aktuelles Beispiel dafür ist der Fall RedTube. Doch schon länger ist bekannt, dass das sogenannte Streamen illegal ist und gegen das Urheberrecht verstößt. Wer es dennoch tut, muss mit teuren Konsequenzen rechnen.

Reguläre Rechtsschutzversicherung reicht in den meisten Fällen

Für so manchen Rechtsanwalt hat sich das Versenden von Abmahnungen zum neuen Geschäftsmodell entwickelt. Hier wird die Unwissenheit vieler Internetnutzer gezielt dazu genutzt, um schnell an viel Geld zu kommen. Um den Websurfern die Angst zu nehmen, werden inzwischen von einigen Versicherungsgesellschaften spezielle Internet-Versicherungen oder Online-Rechtsschutz-Versicherungen angeboten.

Doch die meisten regulären Rechtschutzversicherungen beinhalten bereits diesen Schutz! Daher raten Experten, zunächst die eigenen Ansprüche zu analysieren. Mehr Informationen und einen kostenlosen Tarifrechner zur Rechtsschutzversicherung finden Sie zum Beispiel auf transparo.de – Ihrem Vergleichsportal.
In einigen Fällen lohnt sich der Abschluss einer Zusatzversicherung, um den Rechtsschutz aufzustocken. Was bietet der Versicherungsmarkt, um sich gegen anfallende Kosten wegen Urheberrechtsstreitigkeiten abzusichern und wie sinnvoll sind diese?

Mögliche Rechtsschutz-Zusatzversicherungen

Die DEVK hat zu ihrer Rechtsschutzversicherung Anfang des Jahres ein Add-on auf den Markt gebracht, welches einen Identitäts-Schutz im Internet garantiert. Gemäß einer Studie haben die meisten Deutschen Probleme mit einem Identitätsmissbrauch.
Wie der DEVK aus eigenen Erfahrungen nach einem Missbrauch von Personen bezogener Daten berichtet, seien die meisten der Betroffenen zuerst einmal ratlos. Daher bietet die Versicherungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen eine Lösung an, die einen Schutz der Identität garantiert und im Notfall für eine kompetente Unterstützung sorgt.

Mithilfe von Online-Monitoring wird die Verbreitung persönlicher Daten im Internet bewacht, ebenso wie das plötzliche öffentliche Erscheinen von Bankverbindungen oder E-Mail-Adressen. Tauchen nun Identitätsdaten auf, werden Betroffene kurzfristig automatisch per SMS oder E-Mail informiert. Zusätzlich erhält der Versicherungsnehmer einmal im Vierteljahr einen Sicherheitsbericht, dem eine Auflistung mit allen Internet-Fundstellen beigefügt ist sowie eine Aufstellung der gefundenen persönlichen Daten.

Arag bietet mit ihrer Police Internet-Rechtsschutz “webaktiv” einen ähnlichen Dienst an. Die Versicherung übernimmt im Fall eines Datenmissbrauchs die Kosten für einen spezialisierten Dienstleister, der die Löschung der reputationsschädigenden Internetinhalte veranlasst.
Die meisten regulären Rechtsschutzversicherungen bieten für solche Missbrauchsfälle zumindest eine kostenlose anwaltliche Beratungshotline an. So übernimmt beispielsweise der Rechtsschutzanbieter Advocard eine Beratung im Wert von bis zu 1.000 Euro pro Versicherungsjahr. Wurde nur versehentlich gegen das Urheberrecht verstoßen, übernehmen die meisten Rechtschutzversicherungen die anfallenden Kosten für den Rechtsstreit.

Bildquelle: © reeel – Fotolia.com