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Riester-Förderung für Beamte

riesterrenteIn den letzten Jahren ist die Zahl der Versorgungsempfänger kontinuierlich gestiegen, denn die öffentlichen Kassen sind leer. Jahrzehntelang hat es der deutsche Staat versäumt, für die Pensionen der Beamten Vorsorge zu treffen. Eine attraktive Möglichkeit, um die so entstehenden Versorgungslücken auszugleichen, ist die Riester-Rente für Beamte – sie ist eine private Altersvorsorge mit Förderung durch den Staat.

So funktioniert die Riester-Rente

Die gezahlten Beiträge werden während der Ansparphase in förderfähige Sparformen eingezahlt. Diese Altersvorsorge wird vom Staat durch eine Zulage gefördert. Die Zulage steht jedem Berechtigten vollkommen unabhängig vom Bruttoeinkommen zu. Unterschieden wird hierbei zwischen der Grundzulage und der Kinderzulage. Auf die Kinderzulage besteht ein Anspruch, sobald im jeweiligen Kalenderjahr für mindestens einen Monat Kindergeld bezogen wurde.

Berechnung der Mindesthöhe für staatliche Zulage

Für die Berechnung der Mindesthöhe, um die volle staatliche Förderung zu erhalten, wird immer die Höhe des Brutto-Vorjahreseinkommens zugrunde gelegt. Der Anlagebetrag muss immer mindestens vier Prozent des Einkommens aus dem Vorjahr entsprechen und höher als 60 Euro sein. Die gezahlte Zulage fließt allerdings nicht an den Beitragszahler, sondern in den Riestervertrag. Durch die Zahlung der staatlichen Zulage verringert sich der Eigenanteil, den der Beitragszahler einzahlen muss. Der förderfähige Betrag ist gedeckelt und beläuft sich auf maximal 2.100 Euro.

Förderquoten durch Riester-Vertrag nutzen

Die Zulagen können – abhängig von der Einkommenssituation und dem Familienstand – einen erheblichen Teil der Beitragszahlung ausmachen. Denn je mehr Zulage vom Staat gezahlt wird, desto geringer fällt der aufzubringende Eigenanteil aus.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann jeder Sparer die maximale Grundzulage in Höhe von 154 Euro im Jahr und für ein 2008 geborenes Kind, welches kindergeldberechtigt ist, nochmals als Kinderzulage bis zu 185 Euro erhalten. Für nach 2008 geborene Kinder fließen sogar maximal 300 Euro pro Jahr in den Spartopf.

Zulage beantragen und Steuervorteil nutzen

Auf die Zulage besteht ein Rechtsanspruch. Sie muss immer nach Ablauf des Kalenderjahres beantragt werden, in dem die Beiträge entrichtet worden sind. Die Höhe der Zulage berechnet die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) – sie veranlasst auch die Zuweisung des geförderten Altersvorsorgevertrages. Die Aufwendungen für eine Altersvorsorge können inklusive der Zulage bis zu einem Höchstsatz von 2.100 Euro als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Für den Sonderausgabenabzug ist die Anlage AV der Einkommensteuererklärung auszufüllen. Diesem Antrag muss die Jahresbescheinigung (10A-Bescheinigung) des Riesteranbieters beigefügt werden, aus der sich auch die Höhe der gezahlten Beiträge ergibt.

Daraufhin prüft das Finanzamt, ob der Sonderausgabenabzug unter Umständen für den Steuerpflichtigen günstiger ist als die Inanspruchnahme der Zulagen. Ist dies der Fall, so wird die Zulage mit der Steuererstattung verrechnet und der Unterschiedsbetrag als Steuerrückerstattung ausgezahlt. Auch durch die Steuerersparnis können große Förderquoten erzielt werden.

Bildquelle: © mopsgrafik – Fotolia.com
Autorin: Christine Krellner (Google+ Profil)