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Vermieterrechtsschutz: Welche Vorteile bietet eine Absicherung?

SchlüsselübergabeDer Vermieterrechtsschutz ist einer von vielen Bausteinen der Rechtsschutzversicherung. Diese bietet als privatrechtlicher Vertrag einen Schutz vor den finanziellen Folgen, die sich aus einem Rechtsstreit des versicherten Sachverhaltes ergeben können. Der Vermieter schließt mit dem Mieter einen Mietvertrag über die private oder gewerbliche Raumnutzung ab. Aus diesem Vertragsverhältnis heraus können sich vielfältige Unstimmigkeiten ergeben. Beide Vertragspartner möchten nicht nur Recht haben, sondern auch Recht bekommen. Über die Rechtmäßigkeit verschiedener Handlungen wird in vielen Fällen vor Gericht entschieden.

In Deutschland steigt daher die Zahl der zivilrechtlichen Klagen seit Jahren an. Rechtsberatungen sowie Gerichtsverfahren kosten Geld, wobei sich die Höhe der Aufwendungen nach dem jeweils vom Gericht festgesetzten Streitwert richtet. Sofern es sich bei dem Gerichtsstreit um einen durch den Rechtsschutz versicherten Leistungsfall handelt, übernimmt der Vermieterrechtsschutzversicherer sowohl alle direkten als auch die mittelbaren Kosten.

Rechtsschutzversicherung für Vermieter – Ein Muss?

Zwischen Vermieter und Mieter besteht häufig ein dauerhaftes Spannungsverhältnis. Rechtsgrundlage für das vertragliche Miteinander ist der Mietvertrag. Dort ist jedoch nicht jeder Einzelfall erfasst, der zu Streitigkeiten zwischen beiden Parteien führen kann. Mietvertrag sowie Hausordnung sind daher eher allgemeine Bestimmungen, die auf den konkreten Einzelfall angewendet werden müssen. Entwickeln sich Situationen, die der Mietvertrag nicht erfasst, dann müssen beide Vertragsparteien zu einer Einigung kommen. Ist dies nicht möglich, dient der Gang zu einem Anwalt als beliebtes Druckmittel beider Seiten. Sobald ein Vertragspartner vor Gericht ziehen möchte, wird die andere Partei gezwungen, sich mit einer Rechtsberatung auseinanderzusetzen. Der Vermieter muss demnach genauso reagieren, um seine Rechte zu wahren. Da Immobilienbesitzer in aller Regel mehrere Mietparteien besitzen, können Rechtsstreitigkeiten schnell zu einem finanziellen Risiko werden. Mit einer Vermieter-Rechtsschutzversicherung wird ein hoher monetärer Schaden vermieden.

Was leistet der Vermieterrechtsschutz?

Damit ein Vermieter auf der sicheren Seite steht, sollte der Baustein für den Vermieterrechtsschutz die folgenden Leistungen enthalten:

  • Anwaltliche Beratung
  • Außergerichtliche Vertretung
  • Vertretung vor Gericht
  • Zwangsvollstreckungsmaßnahmen bei einer Räumungsklage
  • Eine bestimmte Anzahl an Bonitätsprüfungen je Versicherungsjahr
  • Freie Fachanwaltswahl
  • Uneingeschränkte Nutzung der kostenfreien Anwaltshotline des Versicherers

Wenngleich der Vermieter eine Privatperson ist, so muss er dennoch in dem Vertragsverhältnis zu seinem Mieter geschäftlich sowie unternehmerisch denken und handeln. Er sollte die das Mitverhältnis betreffenden Gesetze sowie die geltende Rechtsprechung kennen. Durch Erfahrung und Informationsbedarf seitens des Vermieters sollte dieser stets rechtlich gut informiert sein. Durch einen Versicherungsschutz für Vermieter ist eine Fachanwaltshotline sehr von Vorteil, da der Vermieteralltag allgemeine und auch spezielle rechtliche Fragen aufwerfen kann, auf die schnell reagiert werden muss. Hauptkritikpunkt dieser Hotline ist eine schnelle, objektive und individuelle Beratung.

Welche Kosten werden abgedeckt?

Eine gängige Praxis für den Vermieterrechtsschutz ist die Übernahme der Kosten für den eigenen Anwalt, für das Gerichtsverfahren, für Sachverständige und Zeugen sowie für die Kosten der Gegenseite, wenn diese vor Gericht Recht gesprochen bekommt. Einige Versicherer bieten als zusätzliche Leistung eine Kostenübernahme für Mediation an. Diese Methode dient als Vermittlung zwischen Vermieter und Mieter, welche von einem unabhängigen Mediator geleitet wird. Das Ziel der Mediation ist die gütliche Einigung zur Vermeidung eines bevorstehenden Rechtsstreits.

Ein weiterer Vorteil der rechtlichen Absicherung ist, dass Beiträge der Vermieterrechtsschutzversicherung steuerlich geltend gemacht werden können. Auf Internetseiten, wie bei Finanzprofit, können zusätzlich verschiedene Versicherungen verglichen und damit Ausgaben gespart werden.

Bildquelle: © MAST – Fotolia.com